Fahrplan vs. Modenschau
In den Nachrichten eine zehnminütige Reportage über eine Modenschau, die auf den Bahnsteigen des Kaliningrader Bahnhofes abgehalten wurde. Inhalt? Interviews mit Reisenden, wiedergebend die gespaltene öffentliche Meinung über die Zumutbarkeit, über einen Seiteneingang zu den fahrplanmäßig verkehrenden Zügen zu gelangen. HimmelHerrGott, wie kann man in einem solchen Beitrag nicht den Fakt des Besonderen herausstellen, dass in Kaliningrad eine Modekreation der Welt vorgestellt wird, wie kann man nicht die Veranstalter, nicht die Besucher der Modenschau zu Wort kommen lassen? Ist es tatsächlich wichtiger, dass einige Menschen in ihrem eingeschleiften Lebensrhythmus gestört wurden, die Bahnhofshalle von vorn zu betreten, als ein Kulturevent, das die Stadt mit einer neuen Idee verbinden könnte? Oder: Ist die Trägheit berichtenswerter als Initiative?
rangingsea - 31. Okt, 11:15
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