Langsamkeit
In O. geht das Leben einen gemütlicheren Gang. Während in M. stets Eile und Gehetztheit zu spüren sind, herrscht in O. Gelassenheit und Würde. Die Langsamkeit der Flaneure ist abends, beim Bummel durch die alten Straßen, verständlich. Aber auch tags hat man es weniger eilig. Vielleicht hat man weniger zu tun, vielleicht mehr Zeit. Vielleicht sind es mehr Menschen, die nichts oder weniger zu tun haben als genussvoll zu wandeln, und die wiederum alle anderen bremsen. Diejenigen, die andernorts eilen würden, lassen sich vom gemächlichen Tempo der anderen anstecken.
rangingsea - 9. Dez, 13:08
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